Dienstag, 26. Juli 2011

Michael Graves - Denver Public Library



Graves studierte ab 1954 an der Universität in Cincinnati Architektur und erhielt vier Jahre später den Bachelor of Architecture. Von 1958 bis 1959 schloss Graves ein Masterstudium in Harvard an. Durch den Gewinn des Prix de Rome der American Academy in Rome konnte er von 1960 bis 1962 ein Nachdiplomstudium in Rom anschließen.

Nach seiner Rückkehr nach Amerika erhielt er eine Anstellung als Dozent an der Universität Princeton, an der er bis heute als Professor arbeitet. Zahlreiche Gastprofessuren nahm er unter anderem in Eugene, Oregon, Austin und Houston wahr. Im Jahr 1964 gründete Graves sein eigenes Architekturbüro in Princeton. In den 1970er Jahren wurde Graves zu den New York Five gezählt, einer Gruppe von New Yorker Architekten, deren Werk 1969 auf einer vielbeachteten Konferenz im MOMA zusammenfassend für einen neuen Baustil proklamiert wurde. 2001 wurde er mit der Goldmedaille des American Institute of Architects ausgezeichnet. Graves, Vater von 4 Kindern, lebt und arbeitet heute in Princeton.

Innenraum


Graves war zunächst für seine Entwürfe prachtvoller Privathäuser bekannt, die Ideen holte er sich dabei von Le Corbusier. Seine Gestaltung orientierte sich Anfang der 1980er am Kubismus und war von Farbeffekten geprägt. Graves wollte Gebäude ähnlich strukturieren wie den menschlichen Körper. Nach seiner Vorstellung sollten alle Gebäude Beine, Körper und Kopf besitzen. Um dieses Ziel zu erreichen konzentrierte sich Graves bei seinen Entwürfen zunehmend auf hohe Gebäude.

Ende der 1980er Jahre vollzieht Graves einen radikalen Stilwandel. Fortan löst er sich von der strengen und klaren Einteilung seiner Gebäude und verwendet Tiergestalten als Gestaltungselemente.

Michael Graves hat eine große Zahl von Alltagsgegenständen gestaltet, Teekessel, Gewürzmühlen und Geschirr ebenso wie Sessel und Stühle, aber auch Badmöbel und Sanitärobjekte, die weithin bekannt geworden sind.

Bekannte Werke von Graves sind (Auswahl):
  •     Humana Building, Louisville, Kentucky (1985)
  •     Hotel New York, Disneyland Resort Paris, Frankreich (1989)
  •     NTT Headquarters, Tokio, Japan (1991)
  •     Marne-la-Vallée, Frankreich (1992)
  •     Minneapolis Institute of Arts, Minneapolis (2006)
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>>> Homepage von Michael Graves

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