Mittwoch, 27. Juli 2011

Le Mont-Saint-Michel





Die in Jahrhunderten errichteten und immer wieder veränderten Bauten auf dem Mont-Saint-Michel gehören nicht allein zum kulturellen Erbe Europas - seit 1979 sind sowohl der Klosterberg als auch die umgebende Bucht Teil des UNESCO-Welterbes.

Das etwa gleichzeitig zu den gotischen Kathedralen errichtete "Merveille" des Mont-Saint-Michel war eins der umfangreichsten, schwierigsten und kostspieligsten Bauprojekte des gesamten Mittelalters.

Heute wird der Berg alljährlich von ca. 3,5 Millionen Menschen besucht.

Plan der oberen Ebene (Abteikirche, Kreuzgang und Refektorium mit Küche)

Die - in Stilformen der Romanik, der Gotik und des Klassizismus errichteten - Klosterbauten auf dem Mont-Saint-Michel wurden bereits im Mittelalter als "merveille" ('Wunder') bezeichnet, da sich kaum jemand vorzustellen vermochte, wie man auf der Spitze eines Berges einen derart gewaltigen Gebäudekomplex in drei Ebenen planen und errichten konnte.



romanisches Langhaus; gotischer Chor

Für nahezu alle Bauten auf dem Klosterberg wurde Granit verwendet, den man auf kleineren benachbarten Felseninseln (Chausey-Inseln) brach, grob bearbeitete und mittels Flößen, Booten und Lastkähnen herbeischaffte; die Feinarbeiten erfolgten vor Ort. Aus Granit ließen sich jedoch keine feingearbeiteten Skulpturen herstellen und so mangelt es dem gesamten Außenbau an bildhaftem Schmuck. Lediglich einige - vor salzhaltigem Regen und Wind geschützte - Bauteile im Chor der Abteikirche sowie im Kreuzgang sind aus dem leichteren und feiner zu bearbeiteten Kalkstein gefertigt, der allerdings aus größerer Entfernung herbeitransportiert werden musste.

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