Donnerstag, 28. Juli 2011

Kaiserdom zu Speyer





Als Speyerer Dom wird der Kaiser- und Mariendom zu Speyer (offizielle Bezeichnung: Domkirche St. Maria und St. Stephan) bezeichnet. Er steht in der rheinland-pfälzischen Stadt Speyer und ist die Kathedralkirche der katholischen Diözese Speyer. Nach der Zerstörung der Abtei Cluny ist er die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Seit 1981 steht er auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes, des Weiteren ist er ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention.


  •     Gesamtlänge: 134 m
  •     Höhe des Mittelschiffs: 33 m
  •     Breite des Mittelschiffs: 14 m
  •     Breite des Langhauses: 37,62 m
  •     Höhe der Osttürme: 71,20 m
  •     Höhe der Westtürme: 65,60 m

Der Dom zu Speyer nimmt in der romanischen Architektur eine besondere Stellung ein, da er zahlreiche Impulse für die architektonische Entwicklung in ganz Mitteleuropa gab.

Ein Hauptproblem jener Zeit war das Überwölben großer Räume. Diese Technik war in der Spätantike verloren gegangen. Zur Zeit des Dombaus wurde sie wieder versucht, zunächst in kleinerem Ausmaß durch Tonnengewölbe. In Speyer gelang nun die Wölbung der Seitenschiffe in der Form von Kreuzgewölben und, unter Heinrich IV., in der Wölbung des Mittelschiffes. Dadurch entstand ein neues Raumgefühl. Dieser Zug zum Vertikalen weist bereits auf die Gotik hin.

Das Mittelschiff des Doms zu Speyer; Ansicht von Westen, 2009

Die Wölbung des Mittelschiffes verlangte starkes Mauerwerk. Um den Gewölbeschub aufzufangen, wurden Vorlagen auf die Wände angebracht. Dies bewirkte erstmals eine Reliefierung der Mittelschiffswand. Das Äußere des Doms wird durch die „Zwerggalerie“ aufgelockert, die anders als beim Mainzer und beim Wormser Dom um das gesamte Bauwerk führt.

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