Mittwoch, 27. Juli 2011

Dresden - Der Zwinger



Der Zwinger ist ein Gebäudekomplex mit Gartenanlagen im Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Das unter der Leitung des Architekten Matthäus Daniel Pöppelmann und des Bildhauers Balthasar Permoser errichtete Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei gehört zu den bedeutenden Bauwerken des Barock.

Der Zwinger war als Vorhof eines neuen Schlosses konzipiert, das – mit einem anderen Gebäude anstelle der Sempergalerie beginnend – den Platz bis zur Elbe einnehmen sollte. Dieses bei Baubeginn 1709 von Kurfürst Friedrich August I. verfolgte Konzept wurde nach dessen Tod aufgegeben. Der Zwingerbau wurde zur Elbseite hin mit einer Mauer abgeschlossen, er fand erst über ein Jahrhundert später mit der Sempergalerie den heute dort sichtbaren Abschluss.

Panorama


Im Zwinger sind verschiedene Sammlungen untergebracht, die zum Museumskomplex der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehören. Diese Funktion ist seit dem 18. Jahrhundert unter den jeweiligen Zeiteinflüssen gewachsen und hat mehrmals eine Wandlung erfahren. Die ursprüngliche Zweckbestimmung als Orangerie und Garten sowie als repräsentatives Festareal ist dabei in den Hintergrund getreten.

Der Innenhof des Zwingers hat eine nahezu quadratische Grundfläche, an die nach Nordwesten und nach Südosten spiegelsymmetrische, bogenförmig schließende Erweiterungen angefügt sind. Im Nordosten schließt der Wallpavillon diese Erweiterung ab, im Südosten der Glockenspielpavillon. An die südwestliche Quadratseite schließt die Langgalerie mit dem Kronentor dagegen direkt an, genauso auf der gegenüberliegenden Seite die Sempergalerie. An den vier Ecken des Quadrates befinden sich zu den bogenförmigen Erweiterungen hin vier zweigeschossige Eckpavillons, namentlich der Porzellanpavillon, der Deutsche Pavillon, der Französische Pavillon und der Mathematisch-Physikalische Salon. Sie sind durch einstöckige Bogengalerien mit dem Glockenspiel- beziehungsweise dem Wallpavillon verbunden.

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